Expertenwissen spielt in modernen Gesellschaften eine stets wachsende
Rolle. Die Anhäufung von Wissen und Informationen hat solche Ausmaße
angenommen, dass man auch von Wissensexplosion spricht – einem Phänomen,
welches sowohl das Denken als auch das Handeln in modernen
Gesellschaften fundamental veränderte. Wissen ist nicht mehr nur einer
privilegierten Schicht von Experten zugänglich, sondern ist zum
Allgemeingut geworden.
Die Anhäufung von Wissen kann jedoch auch
unerwünschte Folgen nach sich ziehen, etwa, wenn das Wissen
unverständlich bleibt. Konsumenten muss Expertenwissen verfügbar gemacht
werden; das Wissen muss (sprachlich) optimiert werden, damit Laien es
verstehen können.
Im Mittelpunkt dieser linguistischen Untersuchung
des fachexternen Wissenstransfers steht die Analyse von
Vermittlungstechniken und -strategien in Artikeln aus
Computerfachzeitschriften. Dabei wird nicht nur die sprachliche
Textgestaltung in den Blick genommen, sondern es werden auch nonverbale
Transfertechniken untersucht.
Eine Besonderheit dieser Studie besteht
darin, dass interlinguale Aspekte des Wissenstransfers berücksichtigt
und deutsch-, tschechisch- sowie ungarischsprachige Texte miteinander
verglichen werden.