Aus dem Editorial:
Wir halten mit dem vierten Erscheinen der „mauerschau“ weiterhin unseren guten Kurs, bleiben
vielfältig und überregional. Denn auch in der vorliegenden Ausgabe sind wieder Autoren mit
ihren ganz verschiedenen Schwerpunkten aus einigen Teilgebieten der Germanistik vertreten,
diesmal zum vielversprechenden Thema „Durststrecken“.
So wird die Problematik der Identitätsbildung und Festigung in privater oder politisch
manifester Form diskutiert, eine studentische Durststrecke angehender Promovierender im
Dschungel der Wissenschaftsdiskurse beleuchtet, oder der Frage nachgegangen, wie man
den verblassten Ruhm einer ganzen Stadt durch germanistische Kreativität wiederherstellen
kann. Autobiographische Spiegelungen und Reflexionen über eigene Lebensabschnitte oder
Gesellschaftsprozesse in Lyrik oder Prosa, geglückte, verunglückte, oder gar nicht glücken
wollende Lebensentwürfe finden hier auch ihren Platz. Als erstmaliges kleines Extra hält
diese Ausgabe einen Sonderteil zu Inszenierungen der Mülheimer Theatertage „Stücke 09“
mit Arbeiten von Studenten der Essener Germanistik bereit.