Angewandte Hypertext-Rhetorik geht von der These aus, dass die
Rhetorik auch für die Evaluation von Online-Lernumgebungen (für die
Erwachsenenbildung) von Nutzen sein kann. Die linguistische Studie wird
eingeleitet durch einen Rückblick auf die Geschichte der Rhetorik mit
Exkursen zur Brieflehre, zum Stilideal der Schlichtheit bzw. zum Problem
der Verständlichkeit. In diesem Kontext wird auch auf Fragen der
Typographie und des Layouts eingegangen.
Der zweite Teil ist Fragen der Gebrauchstauglichkeit (‚usability’) und der Dialoggestaltung von Online-Lernumgebungen gewidmet.
Im
empirischen Teil wird die Kommunikationsqualität von angelsächsischen
und deutschen netzbasierten Lern- und Informationshypertexten zur
deutschen Nachkriegsgeschichte untersucht. Schließlich wird exemplarisch
die (Fach-)Sprache eines ausgewählten Informationshypertextes
analysiert.
Im abschließenden pädagogischen Teil wird unter anderem
der Frage nachgegangen, inwiefern Links als Lernimpulse anzusehen sind.
Vor allem wird die Lernwirksamkeit von Hypertextsystemen
problematisiert.